Am 23. Oktober 2011 hat ein starkes Erdbeben die Ost-Türkei erschüttert. Es gab mindestens 582 Tote und mehr als 4.000 Verletzte. Tausende Menschen haben ihr Hab und Gut verloren und machen sich Sorgen um ihre unmittelbare Zukunft, denn der Winter steht bevor. Islamic Relief Deutschland reagierte sofort und leistet seit dem 24. Oktober Nothilfe für die Überlebenden. Den ganzen Beitrag lesen »
Archiv für das Tag 'Spenden'
Gut anderthalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti macht sich Pressereferentin Birte Steigert auf in den Karibikstaat, um die Projekte der Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft zu besuchen. Den ganzen Beitrag lesen »
Gut anderthalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti macht sich Pressereferentin Birte Steigert auf in den Karibikstaat, um die Projekte der Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft zu besuchen. Den ganzen Beitrag lesen »
Gut anderthalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti macht sich Pressereferentin Birte Steigert auf in den Karibikstaat, um die Projekte der Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft zu besuchen. Den ganzen Beitrag lesen »
Dadaab selbst ist eine kleine Stadt, ca. 75 km von der somalischen Grenze entfernt, in der das UNHCR ihr Hauptquartier aufgeschlagen hat, um die Flüchtlings- camps der Umgebung zu organisieren. Den ganzen Beitrag lesen »
Die Hungerkrise am Horn von Afrika gewinnt mit jedem Tag an Dramatik. Laut dem World Food Programme sind inzwischen über 11 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. ONE hat eine Petition gestartet, die Regierungen weltweit auffordert, umgehend Nothilfe zu leisten, um den Hungertod von Millionen Menschen in Ostafrika zu verhindern. Den ganzen Beitrag lesen »
Schock und Betroffenheit steht uns in Haiti ins Gesicht geschrieben, als die Nachricht aus Chile eintrifft: ein weiteres gnadenloses Erdbeben, stärker denn je. Und das so kurz nach dieser unglaublichen Katastrophe hier in und um Port-au-Prince. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es wirklich erst ein paar Wochen her ist – es fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Den ganzen Beitrag lesen »

Tim Freccia ist für uns als Fotograf in Haiti und hält seine Eindrücke fest.
20. Januar: Kein Strom mehr, Internet über Satellit funktioniert auch nicht mehr. Ich verbringe den Morgen im Haus der Rettungssanitäter und übertrage dort meine Fotos. Mit Falina. Sie ist etwa zehn Jahre alt, schwer behindert und aufgrund einer… Den ganzen Beitrag lesen »


Tim Freccia ist für uns als Fotograf in Haiti und hält seine Eindrücke fest.
16. Januar 8 Uhr: Wir sind im „Privelege Hotel“. Gregor und Janina von HELP haben gestern Abend die Einheimischen Patrick und Casimir kennengelernt. Sie haben einen großen Ford Van und organisieren uns Zimmer im einzigen geöffneten Hotel in der Stadt. Wir machen uns auf den Weg, um uns ein Bild von der Situation in Port-au-Prince zu machen. Das machen wir in einem „Tap-Tap“, eines dieser bunt bemalten Pickup-Taxis.
Wir denken kurz nach. Essen, Wasser, Benzin und Strom sind knapp. Auf einem Hügel geht uns das Benzin unseres Vans aus. Durch einen Freund in New York lernen wir eine Gruppe von Auswanderern kennen. Sie haben sich zu einer kleinen Grassroot Hilfsorganisation zusammengefunden: Rescue Team Haiti. Sie bringen verletzte Kinder in ein provisorisches Krankenhaus. Wir begleiten sie.
Die nächsten drei Tage sind ein Kampf ums Überleben im Chaos. Wir sind damit beschäftigt, Essen und Wasser aufzutreiben, irgendwo unterzukommen und Kontakt mit unseren Organisationen zu halten. Auf Strom kann man sich nicht verlassen, kein facebook, kein Starbucks. Mein Job ist es, das alles festzuhalten und das mache ich. Inmitten von Aufständen hungriger Menschen, aufgedunsenen Körpern und Entsetzen.
Als ich mich durch die Stadt kämpfe, beobachte ich Gruppen bewaffneter Männer, die nach Geld suchen und sehe den toten Körper eines Babys in einem Trümmerhaufen. Ich fotografiere es, obwohl ich ganz genau weiß, dass wir dieses Foto nie verwenden werden. Für einen kurzen Moment denke ich an meine eigenen Kinder, dann schalte ich diesen Teil von mir wieder ab. Ich bin hier, um zu fotografieren. Das ist das Einzige, was ich kann.
Mit dem Auto irgendwo hinzukommen, ist unmöglich – die Preise sind in die Höhe geschossen und Benzin wird immer knapper – ein Liter kostet 10USD. Sicherheit ist ein Problem, aber die meisten bewaffneten Gruppen plündern vor allem in der Innenstadt. Wir gehen ihnen aus dem Weg und schlagen uns mit vergleichsweise banalen Problemen herum, wie die tägliche Feilscherei mit unserem Dolmetscher und Fahrer darüber, wie viel Benzin wir am letzten Tag verbraucht haben.
Das Leben in Port-au-Prince ist ein wahrer Alptraum. Keine Zeit um innezuhalten oder um das Ganze irgendwie zu verarbeiten.
Wir fahren zum Krankenhaus, transportieren Verletzte und versuchen, mehr medizinische Hilfsgüter aufzutreiben. Gregor erwartet ein Ärzteteam, das heute aus der Dominikanischen Republik bei uns eintreffen soll. Es sieht so aus, als hätte er eine Unterkunft für sie gefunden. Jetzt muss er noch die Medical Kits ausfindig machen, die irgendwo sind, oder auch nicht. Ich werde am Montag noch die Ankunft eines Hilfsfliegers fotografieren, versuche über Europa die genaue Zeit herauszufinden.
©Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia


Tim Freccia ist für uns als Fotograf in Haiti und dokumentiert seine Eindrücke.
Am 23. Dezember bin ich in Potsdam angekommen – also eigentlich in Babelsberg, habe es gerade noch zum 11. Geburtstag meiner Tochter geschafft. Seitdem habe ich nur noch gegessen, getrunken und geschlafen. Ich bin gerade nach einem zweiwöchigen Trip aus Mogadishu zurückgekommen, um den Weihnachtsmann zu treffen, den Zauber in den Augen meiner Kinder zu sehen und wieder etwas Zeit mit meiner Frau zu verbringen, die so tapfer durchhält während ihr Mann unterwegs ist und eine Familie zusammenhält, bei der in der Regel einer fehlt.
13. Januar: Ich habe schon ziemlich lange frei. Mein Leidensgenosse und Fotokamerad Dominic sagt: „Ich zähle die Tage, der Countdown läuft…“ Nächste Woche muss ich auch wieder nach Mogadishu. An diesen Gedanken versuche ich mich langsam zu gewöhnen.
6.30 Uhr: Ich kann nicht schlafen. Seit Tagen schon. Seit Jahren.
Dominic schreibt mir über Skype: „Hey, wie komm ich nach Haiti?“ Ich frage ihn: „Was willst du in Haiti?“ Darauf er: „Guck ins Internet!“
14. Januar: Tegel, Orly, Santo Domingo. Eine einzige Ansammlung verschiedenster Hilfsorganisationen. Westen mit Logos, Männer mit Dreitagebart in Cargohosen und Frauen mit Zöpfen und großen Halstüchern. Je größer das Tuch, umso länger werden sie wohl im Feld bleiben. Wir nicken uns zu; alle fliegen wir in dieselbe Richtung.
Santo Domingo, 14. Januar, 22 Uhr: Ich sollte mir ein Zimmer im Clarion Hotel nehmen. Nichts mehr frei. Der Hotelier ruft einen Freund an und ich lande in einer anderen Absteige. Gut genug – ich bin jetzt müde.
Ich bekomme drei Stunden Schlaf, meine Kollegen von Aktion Deutschland Hilft kommen um 1 Uhr an. Wir lernen uns kurz kennen, dann legen wir uns nochmal für vier Stunden hin. Wir sind jetzt auf Notfall getaktet.
15. Januar, 16 Uhr: Wir fahren von Santo Domingo zur haitianischen Grenze. Die Dominikanische Republik ist ganz nett. Ein Urlaubslandland in der Karibik. Hier und da hängt noch Weihnachtsdeko herum. An der Grenze sehen wir Flüchtlinge. Das Rote Kreuz ist darum bemüht, sie nach Santo Domingo zu bringen. Noch ist alles gut organisiert und als es langsam dunkel wird, überreden wir unseren Fahrer, mit uns über die Grenze zu fahren.
Als wir uns Port-au-Prince nähern, sehen wir die ersten Zeichen einer wirklichen Katastrophe: Eingestürzte Häuser, Menschen mit ihren letzten Habseligkeiten, die in Staub und Dunst verschwinden. Der Schock ist jedem ins Gesicht geschrieben. In der Stadt herrscht ein einziges Chaos. Der Verkehr staut sich; jeder möchte an die letzten Benzinreste kommen. Wir fahren in Richtung Flughafen, es wird langsam dunkel. Rettungsteams strömen ein und wir stellen die BGAN neben einer Gruppe russischer Feuerwehrmänner auf, um zu Hause anzurufen. Gregor findet einen Dolmetscher und wir fahren ins Hotel und nehmen uns eines der wenigen übrigen Zimmer.
Bilder: ©Aktion Deutschland Hilft/Tim Freccia


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