Meine Woche in Indonesien endet mit einem langen und festen Händedruck. „Danke, Sir, vielen Dank“, sagt der Mann hinter dem Check-In-Schalter am Flughafen in Jakarta, als er hörte, dass ich für eine Hilfsorganisation arbeite und gerade aus dem Erdbebengebiet komme. „Und richten Sie auch den Menschen in Deutschland meinen Dank für das Mitgefühl mit uns Indonesiern aus.“ Eine letzte imposante Geste nach einer Reise, die viele eindrucksvolle, aber auch immer wieder schockierende Momente mit sich gebracht hat.
In Erinnerung wird mir auch jene junge Frau bleiben, vor deren zusammengebrochenem Haus wir uns nach einem anstrengenden Projektbesuch erholten. Wie so viele im Katastrophengebiet hat auch sie fast alles verloren. Wie so viele verbringt auch sie die Nacht im Freien, unter einer notdürftigen Plastikplane. Die wenigen Dinge, die sie aus den Trümmern retten konnte, liegen aufgereiht neben ihrem Schlafplatz. Als sie uns erschöpft am Wegesrand sitzen sieht, greift sie zu ihren Habseligkeiten, holt eine Flasche Wasser hervor und reicht sie uns – und lässt uns ebenso sprachlos wie ergriffen zurück.
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