Auf dem Flug am Sonntagvormittag von Jakarta ins Katastrophengebiet zeigt sich, dass die Hilfe weiterhin anrollt – und dass die Hilfe international ist. Um uns herum im Flugzeug sitzen Nothilfe-Experten aus Südkorea, Japan, Frankreich, Italien und vielen weiteren Staaten. Sie alle fliegen in ein Gebiet, in dem der Bedarf nach den beiden verheerenden Erdbeben nach wie vor immens ist – diese Tatsache wird uns später drastisch vor Augen geführt.
Praktisch vor jedem Haus haben sich die Menschen in notdürftigen Zelten eingerichtet. Egal ob sie ihr Haus verloren haben oder nicht. Jene, die ihr Haus nicht verloren haben, treibt die Angst vor weiteren Beben dauerhaft auf die Straße – und damit in den Regen. Denn seit Sonntagnachmittag regnet es beinahe unaufhörlich, wie aus Eimern.
Auf einer großen Wiese haben sich die Dorfbewohner versammelt, um die Lastwagen von World Vision zu empfangen. Die Helfer hieven große weiße Säcke von der Ladekante – darin enthalten sind Planen, Decken, Matten und Hygieneartikel. Beim Abtransport auf kleinen Motorrollern helfen sich die Betroffenen gegenseitig. Sie bringen die Waren in ihre Notunterkünfte zu jenen wenigen Dingen, die sie aus ihren Häusern retten konnten.
Später erreicht uns die Nachricht, dass zwei Dörfer von einem gewaltigen Erdrutsch begraben wurden und dass ein großes Hotel in Padang, das durch das Beben schwer beschädigt wurde, nun komplett zusammengebrochen ist.
Abends nach dem offiziellen Koordinierungsmeeting im Haus des Gouverneurs treffen sich die fünf Bündnispartner arche noVa, AWO International, HELP, Johanniter und Malteser zu einer weiteren Besprechung. Credo: Im Norden des Katastrophengebietes sind noch viele Menschen ohne Hilfe. Die Maßnahmen müssen daher ausgeweitet und intensiviert werden.
Bilder: ADH/Trappe
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